

DESIGNERS SCHMUCK
Saskia Diez
"Kontrollierte Zufälle", sagt Saskia Diez, sind es, die sie zu ihrem Schmuck führen. Das kann ein Knopf von der Jacke ihrer Tochter sein, den die Münchnerin umdenkt in eine Kollektion mit Holzperlen, manchmal verfremdet und neu gepaart mit echten Perlen oder Onyx. So einfach. Doch wer einen ihrer "Boule"-Ringe besitzt oder die lange "Fine"-Kette, hauchzart in Silber, den fängt die Poesie des Simplen. Saskia Diez, 32, die neben der Ausbildung zur Goldschmiedin auch Industriedesign studiert und in den Ateliers von Konstantin Grcic und Rosenthal gearbeietet hat, bezeichnet sich als ernsthaften Menschen, "was man, wie ich glaube, meinem Schmuck ansieht". Wie alles begann? Nachdem die 32-Jährige dem Schmuck eigentlich den Rücken gekehrt hatte? Durch kontrollierten Zufall. Als ihr Mann Stefan Diez, A&W-Mentor-Preisträger 2005, sein "Ideal House" auf der Kölner Möbelmesse 2006 zeigte, lag dort auf dem Waschtisch ein silbernes Armband. Nur ein Accessoire. Von Saskia Diez. Und genau das wollten die Besucher aus Berlin, New York und Tokyo haben. Barbara Kraus
11/2008, portrait
